Heute greifen wir Vertrauen als Mythos auf. Die Mehrzahl der Menschen haben zwar ein gesundes Misstauen an Bord, bringen jedoch zumeist in neue, engere Verbindung zunächst Vertrauen ein: Beim Antritt eines neuen Arbeitsplatzes, in Dialogen mit neuen Kooperationspartnern, in privaten Beziehungen, Freundschaften, zu Sportsfreunden, … ist ja auch gut so. Es gibt allerdings Ausnahmen .. mir sind schon einige begegnet. Das waren dann immer sog. Karrieretypen. Ich spürte im Kontakt mit denen immer früh, dass sie mit ihrem Vertrauen anders umgehen, andere Signale sandten als der Rest der Welt. Ist das gut, strategisch wichtig für die eigene Karriere? Na, der mir als erstes dazu einfällt, Markus, ist jetzt Vorstand in einem DAX-Unternehmen …
Vertrauen ist vielschichtig und tritt in vielen Bereichen auf – oft eben ohne das wir es explizit so benennen. Allerdings – und das ist immer häufiger der Fall – fehlt Vertrauen auch immer häufiger. Ist es Ihnen schon mal auf den ersten Blick aufgefallen, dass Vertrauen fehlt? Wenn ja, wie sind Sie damit umgegangen? Hier treffen wir auf eine echte Herausforderung: Wenn Sie Ihren Gegenüber mit diesem Gefühl des fehlenden Vertrauens konfrontieren … was tut der dann? Nun … in den meisten Fällen wir er das nicht wirklich zugeben und versuchen, Sie zunächst vom Gegenteil zu überzeugen. Es ist gesellschaftlich eben nicht einfach so möglich jemanden zu sagen: “Ich habe kein Vertrauen … in Dich, … in die Situation, … in Deine Entscheidung.” Problem: Wenn lose Begegnungen zu Beziehungen werden – gleich welcher Art – ist die Basis ein Mindestmass an Vertrauen.
Schon wieder einen Beitrag … werden Sie denken. Gab doch gerade gestern einen. Dieser hier ist ohne Video … und ohne Bild. Plain … heißt das wohl! Passt diese “Störung” in Ihren Rhytmus, wo doch der nächste Impuls gewohnheitsgemäß erst in 5-8 Tagen kommen würde wollen? Naja … heute ist Donnerstag … werden Sie denken … da muss der Mann immer was loswerden … weil er dann die einzige Zeitung der Woche in Hand und vor die Augen bekommt. Seien Sie milde mit mir!
Ich habe heute morgen – tatsächlich – gelesen. Martenstein. Und über “Cogito, ergo sum”. Ersteres brachte mich schnell an die Tastatur. Ja, eigentlich lesen Sie diesen Blog, weil er Ihnen fachlich etwas bringt. Sie in Themen (und hoffentlich Ihre Organisation) bewegt, die noch nicht so im Focus stehen, oder? Vielleicht mögen Sie die Bildungs-Artikel … gar nicht. Dafür aber die über die Zukunft der Wirtschaft? Oder sind Sie eher ein Unternehmens 2.0-Leser? Wir haben uns für den Blog vorgenommen – sicher, dass wissen Sie bestimmt, ich schreibe es dennoch, um auch selbst sicher zu sein – ausführlichere, konstruktive und eher zukunftsgewandte Beiträge abzuliefern. Eher nicht so viel Krise, Euro-Verfall, Hartz 4 oder – diesen Namen schreibe ich das allererste Mal – Merkel. Etwas, was auch ein wenig Substanz hat, etwas, das auch als Impuls taugt. Das dürfen Sie erwarten. Aber eigentlich … Weiter lesen 'Blog gut, eh? Blog schlecht, ne? Mit alles? … Sinn oder Unsinn?'»
Chris Löwer berichtet im Handelsblatt darüber (Commerzbank bittet Kunden zum Zukunfts-Check), dass die Commerzbank ab sofort ihre Kunden nicht mehr ausschließlich durch harte Faktoren bewerten will, sondern zukünftig auch einen so genannten Zukunfts-Check bei der Vergabe für die Kredite durchführt.
“Wir klopfen ein Unternehmen daraufhin ab, ob sein Geschäftsmodell zukunftsfähig ist und sich auch in Krisenzeiten bewährt“, wird der Bereichsvorstand Mittelstandsbank Detlef Hermann zitiert.
Damit geschieht wohl endlich auf Bankenebene etwas, auf das wir schon lange hinweisen und mit vielen Menschen intensiv bewegt haben: Eben nicht nur alleine nackte Zahlen zu bewerten, sondern ebenso die Zukunftsfähigkeit einer Organisation bei einer Kreditvergabe stärker mit zu berücksichtigen. Die Zukunftsfähigkeit schließt nach unserer Definition die Bereiche Wissen, Nachhaltigkeit und die offene Innovation ein, die durch die Faktoren Vertrauen und Transparenz maßgeblich beeinflusst werden.
Ich denke gerade darüber nach, dass ich in den letzten Wochen ganz oft das Wort “Dialogfähigkeit” gebraucht habe. Dann darüber, dass ich dieses etwas sperrige Wort hier noch nicht aufgegriffen habe.
Dann lief mir ein Video über den Weg, das den Titel “Lost Generation” (Verlorene Generation) trägt:
Hat jetzt das eine etwas mit dem anderen zu tun? In beiden Fällen – Video und Wort – geht es um Sprache und deren Wahrnehmung. Der Titel kürt allerdings mehr den Inhalt als das er dieses Dialog- oder Sprachkonstrukt beschreibt. Allerdings kann ich mir auch vorstellen, dass die Digital Natives, die Generation Internet deutlich mehr Schwierigkeiten mit der fehlenden Dialogfähigkeit hat als die 40 bis 60 jährigen beispielsweise. Die sind es ja noch gewohnt, dass Unternehmen und Organisation mehr mit sich als mit Ihren Kunden beschäftigt sind und eben nicht oder nur selten auf Fragen und Anliegen antworten.
Hier soll es nun um alle drei Begriffe gehen: Tourismus, Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit. Liest sich vielleicht etwas schwierig, ist aber im Grunde ganz einfach: Nachhaltigkeit ist ein schöner Begriff, vielfältig besetzt und hat immer etwas damit zu tun, die Welt zu retten – oder mehr oder weniger davon. Das ist gut. Nur ist die Definition und Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen um so schwieriger. Wir wissen aus langjährigen Erfahrungen mit solchen Nachhaltigkeits-Projekten, dass Nachhaltigkeit eben kein alleinstehendes oder singuläres Handlungsfeld sein kann! So geht es nicht darum eine Firma oder eine Organisation oder ein Individuum nachhaltig zu machen, sondern vielmehr zukunftsfähig. Zukunftsfähigkeit ist ein konkretes Ziel und steht in unserer Definition für die Handlungsfelder
Innovation | Nachhaltigkeit | Wissen
beeinflusst durch Vertrauen und Transparenz. Zukunftsfähigkeit beinhaltet konkrete Ziele und – das ist sehr wichtig – Zukunftsfähigkeit ist mittelbar messbar!
So sprechen wir von zukunftsfähigen Menschen, zukunftsfähigen Unternehmen und zukunftsfähigen Organisationen. Und es gibt einen Bereich, der mehr als andere diesen Zusatz nötig hat:
Wir definieren uns über Papier: Diplome, Zeugnisse, Reifezertifikate und Abschlüsse. Mehr als der persönliche Austausch zählt eben dieses Papier. Und es gibt so viele gute Gründe dafür: Selektieren, Zeit sparen, eingrenzen, Verantwortung abgeben und immer wieder – wie auch in vielen anderen Bereichen – die Sehnsucht nach Messbaren und Vergleichsmöglichkeiten. Nur: Wird das auch in Zukunft möglich und sinnhaft sein?
Frau Schickedanz klagt zwar über Existenzängste, viele Medien strapazieren den Risiko-Vergleich zwischen Unternehmer und angestelltem Top-Manager aber, so wird auch berichtet, dass Frau Schickedanz ihren neuen Vorstand vor der Einstellung noch nicht einmal persönlich kennen gelernt hat. Wie ist das möglich? Wurde er von einer Unternehmensberatung empfohlen, hatte er vor 25 Jahren ein 0,5 Abi oder hat die Personalabteilung alle ihre Hände ins Feuer gelegt? Möglich wäre auch, dass der Medienleumund so gut war, dass sie ihn ohne Sichtung vom Fleck weg engagiert hat.
Neues Denken in neuen Strukturen – oder Enterprise 2.0 – hängt ihnen nach dem 3. Artikel dieser Mythen-Serie vielleicht schon zum Hals raus. Aber eine Beurteilung und Einschätzung von Menschen OHNE die massgebliche Begutachtung von Zeugnissen und Abschlüssen fällt in eben dieses Thema. Ein weiteres ganz praktisches und anfassbares Beispiel für Wandel. So völlig unabstrakt.
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Klaus Kofler im Interview mit dem Münchner Journalisten Simon Feldmer zum Thema Nachhaltigkeit – zum Interview
Aktuelle Termine
31. August 2010 - Heuer Dialog / Köln - Bonn - "Viel Bewegung am Markt" - Vortrag von Oliver Selaff zum Thema: Priorität POS oder Internet?
Wie wichtig ist die digitale Welt für den analogen Handel?
– weitere infos
3.-5. Oktober 2010 - “Mutige Expeditionen nach Übermorgen” - Tage der Utopie in Breklum mit Werner Boote, Filmemacher “Plastic Planet" - Prof. Gion Caminada, Architekt - Prof. Dr. Hans-Peter Dürr, Physiker & alternativer Nobelpreisträger - Dr. rer pol. Hans Christoph Kürn, Personalentwickler Siemens AG – Programm und Buchung