Und wie werde “ich” eigentlich zukunftsfähig … oder nachhaltig?

Von o.selaff, 3. Februar 2010 09:38

Kennen Sie diese Frage? Wahrscheinlich eher implizit … als eine Art Bauchgefühl oder latentes Schwingen. Nachhaltig werden ist wohl auch schwierig. Dieser Begriff, der aus der Forstwirtschaft stammt und damit auch eher der Biologie als der Wirtschaft zuzuordnen ist, ist eben nicht wirklich kompatibel mit guten Bemühungen in der eigenen Organisation oder an sich selbst. Also wollen Sie schon eher zukunftsfähig sein! Und zukunftsfähig handeln.

Wir haben hier in diesem Blog schon vielfach versucht konkrete und vor allem auch pragmatische Ansätze in Sachen Zukunftsfähigkeit zu skizzieren … allen voran mit unserer Serie Moderne Mythen. Vielen erscheinen die dort skizzierten Ansätze aber zu revolutionär, zu abgehoben und eher im Übermorgen als im Jetzt & Hier angesiedelt – das wissen wir aus Dialogen mit unseren Lesern. Ein wenig liegt das in der Natur unserer Sache: “Trends & Wege” weist eben eher in die Zukunft als in die Gegenwart und auch die oft gehörte Bezeichnung “Zukunftsforscher” für meinen Partner Klaus Kofler lenkt den Blick sogar noch über das Übermorgen hinaus – Strategie 2020?

Diesen Artikel hier gibt es, weil wir heute etwas verändern müssen, um überhaupt eine Strategie 2020 sinnhaft gestalten zu können. Ergo geht es darum JETZT anzufangen. Wie das gehen kann zeigt Ihnen z. B. mein Beitrag im Zunft[blog] zum Vortrag von Prof. Dr. Hüther. “Der Vortrag eines Hirnforschers als praktischer Nukleus für die Zukunftsfähigkeit einer Organisation? Na was das wohl ist?!” … höre ich Sie denken – und ich wäre genauso skeptisch, glauben Sie mir. Nun … alles was wir hier in diesem Blog bewegen und betrachten dreht sich um neues Denken in neuen Strukturen und um neue, andere Perspektiven. Damit verbunden ist immer auch … lernen – lernen neu und anderes zu denken, uns zu entwickeln. Und da sind wir auch bei der Frage wie denn dieses Lernen und diese Entwicklung am besten stimuliert werden kann. Und es ist eine hohe Stimulanz notwendig, um uns aus dem derzeitigen Jammertal heraus zu führen, überhaupt jemanden zu motivieren neues zu Tun und dafür auch Zeit und Geld zu investieren. In diesem Prozess kommen wir dann an einem entscheidenen Wort vorbei: Begeisterung. To make a long story short: Das ist der Grund für diesen Link zum Hirnforscher. Das macht es ein wenig deutlich, dass A) alles mit allem verbunden ist und das B) es – die Zukunftsfähigkeit – eben nicht so einfach ist.

Sie finden in dem zitierten Artikel Gründe und praktische Ansätze für zukunftsfähiges Handeln – sofort umsetzbar. Es ist in jedem Fall die Strategie der kleinen Schritte – mm für mm. Keine Weitsprünge oder Wandlungen über Nacht – auch das sei geschrieben. Nur: Sie brauchen ein Bild am Horizont, ein Ziel, eine Vision – für sich, Ihre Mitarbeiter, Ihre Kunden und diese, die es noch werden sollen. Und Sie brauchen einen Weg dorthin, der für alle nachvollziehbar und jederzeit transparent ist. So kann dann jeder mm nachvollzogen werden und es wird sichtbar, dass Sie sich eben Stück für Stück in die richtige Richtung bewegen … um vielleicht in 2020 Ihre große Vision umgesetzt zu haben.

Um da eine weitere Last von Ihren Schultern zu nehmen: Sie sollten und müssen diese Vision, dieses Ziel nicht alleine entwickeln, nicht dazu über sich hinaus wachsen. Es ist viel einfacher. Dialog ist das Zauberwort: Sprechen Sie mit Ihren Mitarbeitern, Ihren Kunden, die Sie in Prosumenten transformieren möchten. Machen im ersten Schritt einfach einen Open Space. Dazu laden Sie die genannten Personengruppen zu einem Treffen ein, planen dafür einen Tag ein und suchen ein Motto. Ein passendes wäre vielleicht “Wie und wer sind wir in 2020″ oder “Wie werden wir zukunftsfähig” oder “Wie erfinden wir uns neu” oder …. Am Ende dieses Tages sind Sie dann viel, viel schlauer … und waren nur Teil des Prozesses ohne Ihre eigene Kreativität zu zermatern.

Fazit dieses Artikels – puh ist der lang: Wenn Sie praktische Ansätze für eine zukunftsfähige Strategie suchen, denken Sie über Begeisterung von Menschen nach und machen Sie im ersten Schritt morgen einen Open Space – einen ganzen Tag mit allen Mitarbeitern und ein paar Kunden und ggf. Lieferanten im Dialog. Wow! Mich würde das begeistern … dieses Potential und diese Gespräche mit Menschen. Darf ich dabei sein …?

Ach ja, wenn Sie das oben Skizzierte angehen, dann genügen Sie dem LOHAS-Motiv, werden interessant für die Digital Natives und dürfen von sich sagen, dass Sie das Thema Enterprise 2.0 (Unternehmen 2.0) angegangen sind – so ganz ohne greenwashing (grünwaschen). Das ist doch Klasse, oder?

2 Antworten für “Und wie werde “ich” eigentlich zukunftsfähig … oder nachhaltig?”

  1. [...] hat Sie ja Oliver Selaff in seinem Artikel Und wie werde “ich” eigentlich zukunftsfähig … oder nachhaltig? schon ein wenig aufgewärmt. Aber genau genommen müssten wir ja schon voller Tatendrang in den [...]

  2. [...] Und vielleicht interessiert Sie in diesem Zusammenhang auch ein weiterer aktueller Artikel von mir: Und wie werde “ich” eigentlich zukunftsfähig … oder nachhaltig? [...]

Antwort hinterlassen

Du musst eingelogged sein um ein Kommentar abzugeben

Panorama Theme von Themocracy