Es war Sommerpause … irgendwie … auch für mich, obwohl ich mich sonst immer etwas mehr am Riehmen reisse … naja, mann wird älter. Aber noch immer bewegt mich ein Thema, das ich bereits im letzten Artikel “Tischlein deck Dich!” … über Talente und den Mangel aufgegriffen habe: Der demografische Wandel in Deutschland und die daraus resultierenden massiven Veränderungen. Einstellen auf den Fachkräftemangel, neue Anreize, Talentprogramme sind eines … allerdings geht es hier um weit mehr als um Werbung und tolle Angebote seitens der Personalabteilungen. Das ist neu … früher zog das … mehr Geld, großer Dienstwagen, Lohnzusatzleistung … da hatten es die Firmen einfach. Hinzu kam damals – für die Generation der nach 1965 geboren – Angst. Angst, die sich Unternehmen zu Nutze machen konnten. In Kombination mit dem oben beschriebenen Lockmitteln ein fast perfektes Instrumentarium im Personalmanagement.
Jetzt wendet sich das Blatt langsam und mit dem bloßen Aufstocken der Personalwerbung oder mit der Aufwertung der Angebote ist es plötzlich nicht mehr getan … schon gar nicht in der Zukunft … 2012 oder 2020. Da wird der Bock zum Gärtner, oder? … was tun? Genau darum soll es in diesem Artikel gehen.
Arbeitnehmer werden wieder gebraucht … und viele aktuelle Schreckgespenster werden bald im Keller der Geschichte stehen – schneller als manche Unternehmen das in ihrer Strategie berücksichtigt haben. In dem oben genannten Artikel nahm ich einen Brand eins-Artikel als Ausgangspunkt … heute hat mich ein Leitartikel aus der ZEIT Nr. 33 “Macht, was Ihr wollt” bewegt. Was in der Berichterstattung oft ein wenig zu kurz kommt, … Weiter lesen 'Der Angst geht die Puste aus … über Anforderungen und Chancen der kommenden Generation'»
“Was uns alle täglich bedrängt, unsere zentrale Aufgabe, ist die Frage der Zukunftsfähigkeit, eine Frage des Überlebens der Menschheit. Das ist es auch, was man Nachhaltigkeit nennt, die gesellschaftliche Herausforderung unserer Zeit.”
Ich schaue mich um: In meinem persönlichen Umfeld – dieser Gedanke beschleicht mich – gibt es wenige, die sich einer solchen zentralen Aufgabe stellen, sich dieser widmen, wenn vielleicht auch zunächst nur in ihrem Denken. … und das obwohl es keine anderen Fragen neben dieser geben dürfte. Auch wenn ich die Führungselite dieses Landes anschaue, die Wirtschaft und die Politik, wird mir nicht hoffungsfroher ums Herz. Die einen gieren (noch immer fast ausschließlich) nach maximalen Profit, die anderen beschäftigen sich im wesentlichen mit sich selbst … und nur mit sich selbst. Wähler, was waren Wähler nochmal?
Und woran liegt das? Warum handelt keiner im Rahmen dieser zitierten zentralen Aufgabe? Und weiter …
“Es geht um Zukunftsfähigkeit, die dann vorhanden ist, wenn wir die Fesseln unseres zu engen Weltbildes abstreifen. Wir brauchen dazu eine neue Orientierung und auch die Fähigkeit, zu handeln und zu gestalten. Diese Fähigkeit, Dinge verändern zu können, haben wir tatsächlich. Allerdings nicht mehr im Rahmen der alten Weltvorstellung, in der wir uns wie ein Rädchen in einer Maschine verstehen müssen, sondern wir haben wirklich schöpferische Fähigkeiten, und wir sollten sie auch gebrauchen.”
Das wird Sie jetzt überraschen … vielleicht finden Sie das hier sogar total doof. Und … ich kann das verstehen. Ich werde über Europa, die Rolle von Deutschland, Neid, Missgust, unangebrachte Kommentare, ein minderes Selbstvertrauen, die Digital Natives und über … Lena schreiben. Wenn das jetzt gesessen hat … ich kann verstehen, dass Sie nicht weiterlesen und womöglich nie wieder einen der Beiträge aus diesem Blog lesen. Sie haben mein vollstes Verständnis.
… UND wie so oft kann ich an diesem überstrapazierten, leicht nervtötenden Beispiel sehr gut zeigen, wie neues Denken funktionieren kann, wo Einflüsse an die Oberfläche treten und greifbar werden. Der Spiegel, der alterwürdige und immer kritische Spiegel, hat Lena in seiner Online-Ausgabe gefühlte 10 Artikel in den letzten 4 Tagen gewidmet. Wowww. Lese und betrachte ich diese etwas genauer, treten häufig feine Beobachtung heraus … Beobachtungen in unserer Gesellschaft.
Lena ist ein Digital Native (ein Vertreter der Generation Internet) …. wenn Sie bisher keinen kannten … bitteschön! Und sicher liegt ihr – glaubhaft und ehrlich – sowohl die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko als auch die stark zunehmende Politikverdrossenheit in Deutschland am Herzen … eines mehr, das andere weniger. Dennoch ist sie zunächst einmal Lena, freut sich darüber, dass Sie so gut ankommt … nicht nur im eigenen Lande, sondern auch in Europa. Das ist anders … Europa findet Lena vielleicht sogar noch besser als Deutschland. Und damit sind wir zurück beim Spiegel … machen Sie sich einmal die Mühe … Weiter lesen 'Impulse zur Zukunftsfähigkeit unseres Landes … Beispiele für neues Denken?'»
Es gibt Menschen, die einen wirklich weiterbringen … nicht jeder jeden … es scheint eher Vorlieben zu geben. Einer meiner “Voranbringer” oder auch “Ermöglicher” ist Sir Ken Robinson, der mit einem neuen Vortrag auf TED ist:
Obwohl der letzte Vortrag bereits 4 Jahre her ist (meine ich), ist der aktuelle (oben zu sehen) die Weiterentwicklung dessen: Bildung als organisches, quasi landwirtschaftliches System und nicht – so wie es im Moment ist – als lineares, mechanisches Instrument, dass sich eben ausschließlich an Standards orientiert. Bildungs-Fast-Food – was für ein treffender Begriff!
Endlich … geht es weiter mit der Serie . Heute zum Thema Karriere.
Wollen Sie Karriere machen? Haben Sie Karriere gemacht? … wahrscheinlich kennen Sie diesen Blog inzwischen so gut, dass Sie nicht einfach mit einem lauten und eindeutigen JA auf eine dieser Fragen antworten würden … oder? Ich höre vielleicht ein zartes ja mit einer Menge Absicherungen, Erklärungen und Begründungen hinten dran, oder?
(c) Ernst Rose pixelio.de
Ist Karriere heute noch erstrebenswert? Für Sie? Für Ihre Kinder? Oder wird Karriere für Ihre Kindeskindes noch “hipp” sein? Haben Sie nicht deshalb auch studiert, um eben diese “Karriere zu machen”? Ich kenne eine Menge Menschen, die eben das denken und einem Teil ihrer Lebensentwürfe zugrunde gelegt haben.
Dagegen kenne ich wenige, die von sich sagen “Karriere – brauche ich nicht” oder “Karriereauf- oder abstiege sind mir fremd” oder “Karrieresicherung – was soll das sein?”. Passt Karriere überhaupt noch in unser Denken? Für viele ist Karriere viel Einkommen (so als kleinsten gemeinsamen Nenner sagen wir mal so jenseits der Euro 60.000.- p. a.), Macht über andere (Führungskraft) und ein Dienstwagen – am besten Benz, BMW oder Audi. Nur: Mit Blick auf die Lebensbilanz … sind diese Karriere-Menschen besser, glücklicher oder vielleicht ausgewogener? In der Mehrzahl wohl eher nicht, denn in unserer Gesellschaft bedeutet Karriere … Weiter lesen 'Moderne Mythen: Karriere … muss sein!?'»
Das wird jetzt eine ganz harte Nuss – glaube ich. Eigentlich finde ich den Titel dieses Artikels schon nicht gelungen. Warum? Na der eine schreibt von CSR, ein anderer von Nachhaltigkeit, der Dritte von sozialem Engagement und der vierte von Sponsoring. Was ist es denn nun, über das ich hier diese Mythen-Serien fortsetzen möchte? Nennen wir es ruhig einmal CSR.
Bandagen-Wäsche (c) fizzy-the-fish www.pixelio.de
Die Unternehmensberatung Ernst & Young hat vor nicht allzu langer Zeit im Rahmen einer Studie herausgefunden, dass Deutschland in Sachen CSR bestens aufgestellt ist … allerdings ausschließlich auf dem Papier! Vielleicht sind es eben diese CSR- oder Nachhaltigkeitsberichte, gegen die ich eine Abneigung verspüre. Ich habe zur Einstimmung auf diese Zeilen einmal den aktuellen CSR-Bericht der Deutschen Post / DHL gelesen – wobei das Beispiel wohl beliebig und unter großen Unternehmensnamen austauschbar ist.
Nach 60 Seiten dieses Berichtes, die ich nur querlesen und auf mich wirken lassen habe (nach einigen Stichwörtern habe ich aber auch gezielt gesucht) sollte ich den Verfassern eine 1 geben: Tolle Bilder, lachende Mitarbeiter, Kapitel über Umwelt, Mitarbeiter und Gesellschaft. Dazu viel Verantwortung, Führungskräfte, die Vorbilder sein sollen und ganz viel heile Welt. Weiter lesen 'Unsere Mythen: CSR'»
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Klaus Kofler im Interview mit dem Münchner Journalisten Simon Feldmer zum Thema Nachhaltigkeit – zum Interview
Aktuelle Termine
31. August 2010 - Heuer Dialog / Köln - Bonn - "Viel Bewegung am Markt" - Vortrag von Oliver Selaff zum Thema: Priorität POS oder Internet?
Wie wichtig ist die digitale Welt für den analogen Handel?
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3.-5. Oktober 2010 - “Mutige Expeditionen nach Übermorgen” - Tage der Utopie in Breklum mit Werner Boote, Filmemacher “Plastic Planet" - Prof. Gion Caminada, Architekt - Prof. Dr. Hans-Peter Dürr, Physiker & alternativer Nobelpreisträger - Dr. rer pol. Hans Christoph Kürn, Personalentwickler Siemens AG – Programm und Buchung