Nachrichten getagged: Identität

Ansätze und Impulse für die Zukunft der Wirtschaft … 2

Von o.selaff, 12. April 2010 07:16

Wie versprochen, hier die Fortsetzung des ersten Teils dieses Artikels. Bevor wir allerdings in die weiteren Impulse einsteigen … möchte ich nochmals praktisch werden …

Ich diesen Ausflug, weil ich aus meiner Erfahrung als Berater weiß, dass es nicht immer leicht ist, wirkliche Handlungsimpulse zu erzeugen. Das kleine Teufelchen auf der Schulter kennt IMMER 99 Gründe die (notwendige und überfällige) Veränderung nicht anzugehen … keine Zeit, so viel Stress, “ich bin so ein Guter”, “ich arbeite eh schon so viel”, “kann ich überhaupt etwas bewegen”, …. Dabei werden diese Nicht-Bewegungsgründe so laut und in einer solchen Dichte übermittelt, dass das Engelchen auf der anderen Schulter mit seinem einem Grund FÜR die Veränderung nun wirklich keine Chance hat gehört zu werden. Ich unterstütze jetzt mal das Engelchen …

Die Rückkehr der Visionäre – nehmen Sie sich 2-3 Stunden Zeit an einem entspannenden Ort – an einem See, einem Fluß, auf einem Berg. Nehmen Sie u. U. Menschen Ihres Vertrauens mit und überlegen Sie gemeinsam oder alleine, wer Ihrer Mitarbeiter oder Kollegen das Potential hat ein Visionär zu sein, jemand der mutige Expeditionen nach übermorgen wagt. Wenn Sie niemanden finden … dann suchen Sie jemanden oder suchen Sie sich einen externen Kooperationspartner, der die Berufung Visionär in Ihrem Unternehmen einnehmen kann. Einmal identifiziert, geben Sie Ihren Visionären regelmäßig Freiraum und all die Dinge, die in diesem Freiraum entstehen, spielen Sie zurück in die gesamte Firma … als Saatgut für die Entwicklung der Firma. Wie das geht, dieses Wissen oder diese Wissensimpulse in Form eines Unternehmenswissens in die Organisation zu spielen … davon haben und werden wir immer wieder berichten.

Das Ende der falschen Bedürfnisse … ist einfacher … Weiter lesen 'Ansätze und Impulse für die Zukunft der Wirtschaft … 2'»

Lockende Ferne oder vernünftige Nähe – von touristischen Perspektiven

Von o.selaff, 4. Dezember 2009 11:15

Tourismus – Sie haben es sicher schon gemerkt – ist ein Schwerpunkt dieser News-Plattform. Nach “Me too im Tourismus schafft keine Perspektiven” und “Nachhaltiger Tourismus – oder eher zukunftsfähiger Tourismus” widmet sich dieser Artikel der Frage, ob es denn noch Fernreisen geben darf. Oder im Umkehrschluss: Was bedeutet das für die Chancen der Nahziele.

(c) RainerSturm www.pixelio.de

(c) RainerSturm www.pixelio.de

Das was nah und fern heute unterscheidet ist nicht mehr in erster Linie der Preis, sondern vielmehr der CO2-Fussabdruck. Was für ein Wandel. Wenn Sie jemanden vor 3 oder 4 Jahren nach diesem Beurteilungspunkt befragt hätten, hätten Sie wahrscheinlich einen unverständlichen Blick erhalten. Und heute ist “er” das Mass aller Dinge. Ich langweile Sie jetzt nicht mit Detailwerten … dennoch sind diese wichtig und längst nicht bei allen Reiseanbietern transparent gemacht. Bei der Lufthansa vermisse ich solche Angaben genauso wie in Teilbereichen der TUI. Die einen haben Angst die Kunden zu vergraulen, weil die Urlaubsbuchung durch solche Klimainfos womöglich getübt wird. Die anderen haben Angst die Kunden verstärkt in Richtung Wettbewerb zu entsenden – bei Spielverderbern bucht man nicht! Leider bleibt dann oft Intransparenz – und das ist nicht akzeptabel – selbst wenn sich jemand im Angesicht von 5 Tonnen CO2 für die Videokonferenz oder den Diavortrag im heimischen Gemeindehaus entscheidet. Hier werden dann übrigens auch die LOHAS-Motive in Kunden und Interessenten angesprochen.

Wenn ich mir die Fronten anschaue, dann pflanzt der Tourismusmanager Bäume oder gar Wälder auf Malle, zeichnet Umwelthotels aus oder unterhält gar ein einiges Umweltmanagement in der Firma. Der Ökoaufpasser drängt auf die totale CO2-Transparenz, beklagt, dass zu wenig Geld in den Zielländer bleibt, weil eben das bei den Tourismusunternehmen gebunkert wird und propagiert anderes Reisen jenseits des Massentourismus. Andere Beobachter der Szene wollen gar Fernreisen ohne langfirstige Aufenthalte verbieten, diese mit Werten und Sinn verbinden sowie eben doch häufiger die medialen Möglichkeiten nutzen. CO2-Zertifikate werden zwar als ok bewertet, gehen den meisten aber nicht weit genug – moderner Ablasshandel, Calvin lässt grüssen.

Wer also eine Fernreise tut, möge im Vorfeld seinen persönlichen CO2-Ausstoss drastisch verringern, sinnstiftend und lange vor Ort mit alternativem Reisen verbringen. Möglichst eng an den dortigen Menschen und deren Kultur. Nur für Meer, Sonne, Strand in die Ferne scheifen … das geht in Zukunft nicht mehr. Und da wären wir … bei uns zu Hause vor der Tür. Wie nun Sonne, Strand und Meer kompensieren und attraktiv werden … fragen wir uns? Weiter lesen 'Lockende Ferne oder vernünftige Nähe – von touristischen Perspektiven'»

Nachhaltiger Tourismus – oder eher zukunftsfähiger Tourismus?

Von o.selaff, 2. November 2009 09:23

Das Thema Tourismus haben wir hier schon vielfältig bewegt – uns so z. B. um den Me too Effekt gekümmert. Auch in Sachen Nachhaltigkeit gab es so einiges – so z. B. Licht zu der Frage Wer definiert eigentlich Nachhaltigkeit?. Und zur Zukunftfähigkeit? Auch da gab es etwas … einen Beitrag dazu, wie Zukunftsfähigkeit bewertet und gemessen werden kann.

Nach der Ebbe kommt wirklich die Flut?
Nach der Ebbe kommt wirklich die Flut?

 

Hier soll es nun um alle drei Begriffe gehen: Tourismus, Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit. Liest sich vielleicht etwas schwierig, ist aber im Grunde ganz einfach: Nachhaltigkeit ist ein schöner Begriff, vielfältig besetzt und hat immer etwas damit zu tun, die Welt zu retten – oder mehr oder weniger davon. Das ist gut. Nur ist die Definition und Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen um so schwieriger. Wir wissen aus langjährigen Erfahrungen mit solchen Nachhaltigkeits-Projekten, dass Nachhaltigkeit eben kein alleinstehendes oder singuläres Handlungsfeld sein kann! So geht es nicht darum eine Firma oder eine Organisation oder ein Individuum nachhaltig zu machen, sondern vielmehr zukunftsfähig. Zukunftsfähigkeit ist ein konkretes Ziel und steht in unserer Definition für die Handlungsfelder

Innovation | Nachhaltigkeit | Wissen

beeinflusst durch Vertrauen und Transparenz. Zukunftsfähigkeit beinhaltet konkrete Ziele und – das ist sehr wichtig – Zukunftsfähigkeit ist mittelbar messbar!

So sprechen wir von zukunftsfähigen Menschen, zukunftsfähigen Unternehmen und zukunftsfähigen Organisationen. Und es gibt einen Bereich, der mehr als andere diesen Zusatz nötig hat:

zukunftsfähiger Tourismus.

Dieser “neue” Tourismus sollte Weiter lesen 'Nachhaltiger Tourismus – oder eher zukunftsfähiger Tourismus?'»

Wir haben den Wahlkampf und die Parteien, die wir verdienen!

Von o.selaff, 10. September 2009 10:31

Nicht das Sie denken, dass das hier jetzt so ein Politik-Blog wird, oder so. Eigentlich trieben mich nur die Gespräche rund um den Artikel meines Partners Politik ohne Mut und jenseits der Realität um. Solange, bis ich heute morgen auf einen Artikel von Richard David Precht, seines Zeichnens Philosoph und Schriftsteller, in der ZEIT Nr. 38 gestoßen bin. Damit ist das umtreiben jetzt vorbei.

DSC_8208So schreibt Precht zu maulenden, politikverdrossenen Wählern, die noch dazu unzufrieden sind: “[...] Die mangelnde Solidarität ist die Folge unseres Wirtschaftens, die Folge einer guten Herrschaft. Dies auszusprechen scheint ebenso zwingend wie tabu. Wenn jeder anders als die anderen sein will, gibt es kein Wir mehr. “Wir” – das sind immer die anderen. Markt- und Markenwirtschaft erzeugen kein Zusammenhörigkeitsgefühl, sondern moralische Zeitarbeiter ohne Milieubindung. Identität wählen zu können bedeutet, keine mehr zu haben und keine zu erlangen. Die Konsumindustrie lebt davon, dass ihre Produkte pausenlos veralten. Nach kurzer Zeit ist alles alt und ersetzungsbedürftig. Kein Wunder, dass eine Bedarfsweckungsgesellschaft sich hinter keiner Parole mehr versammelt. [...] Die paradoxe Gleichung unserer radikalisierten Individualität ist unverkennbar. Wenn Individualität bedeutet, sich selbst treu zu bleiben, und Identität, seinen Werten treu zu bleiben, so gilt: je mehr Individualität, umso weniger Identität. [...]”

Haben wir die Parteien selbst zu dem gemacht was sie heute sind? Haben wir gar nach dieser Entwicklung verlangt? Weiter lesen 'Wir haben den Wahlkampf und die Parteien, die wir verdienen!'»

Politik ohne Mut und jenseits der Realität

Von k.kofler, 2. September 2009 15:04
Identität

(c) J. Rotter www.pixelio.de

Jeder, der nur einen Funken Wahrnehmungsvermögen besitzt, muss sich doch momentan die Frage stellen, was läuft in diesem Land eigentlich für ein politischer Schwachsinn ab – zumindest dann, wenn Sie noch nicht vollkommen desillusioniert sind? Unsere Politiker diskutieren nur noch darüber, wer wohl mit wem kann oder welche Posten von wem besetzt werden könnten oder wie dem anderen Lager eine Grube zu graben wäre. Konkrete und wichtige Fragen werden mit vielen Worthülsen unbeantwortet im Raum stehen gelassen und die Bürger scheinen nicht wirklich eine Rolle in diesem (Theater)Stück zu haben. So interessieren unsere aktuellen und wichtigen Probleme in Berlin niemand wirklich. Aber vielleicht haben wir ja gar keine Probleme, oder?

Es scheint so, als wäre Inhaltlosigkeit normal und die Zukunftsfähigkeit unserer Republik nicht wichtig. Auf die Frage, wo eigentlich die Protagonisten und Leitbilder unserer Zeit sind, erscheint eher eine Fata Morgana, anstatt dass hier jemand Verantwortung übernimmt und versucht, diese Funktionen in sich zu verorten. Wenn also von der Wirtschaft aber auch von unserer Jugend mehr Verantwortung und Mut gefordert wird, dann sollten doch langsam aber sicher auch auf politischer Ebene unsere Volksvertreter als Vorbilder voran gehen. Dringender denn je brauchen wir Identifikationsfiguren und Neudenker. Darüber sollten wir endlich nachdenken … Wir haben uns dazu im neuen Lifefair-Magazin Gedanken gemacht.

Me too im Tourismus schafft keine Perspektiven

Von o.selaff, 28. August 2009 07:16

Wir beschäftigen uns schon länger mit Perspektiven für den Tourismus. Besser vielleicht mit nachhaltigem Tourismus. So verfolgen wir Projekte wie Garmisch-Patenkirchen, die Entwicklung in Östereich und die in Bayern. Auch auf die Ost- und Nordseeküste haben wir ein waches Auge. Dabei zeigen sich uns, insbesondere in der derzeitigen Situation von teils stark rückläufigen Buchungen, spannende Momente.

(c) promifotos.de www.pixelio.de

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Diese spannenden Momente sind deshalb spannend, weil wir kaum glauben können, was wir sehen: Im Bereich der Berg- bzw. Alpin-Destinationen wird kopiert, kopiert, kopiert. Nebenbei auch ein wenig gejammert und einige verstehen die Welt (oder ihre Ex-Kunden) nicht mehr. Ganz groß im (Kopier-)Trend sind zur Zeit Klettergärten, Rutschseilbahnen und andere Action-Spaß-Attraktionen, die alle eines gemeinsam haben: Sie haben keine Verbindung zur Destination und deren Standort - und sind total austauschbar und beliebig, nicht Identitäts-stiftend. Auch Helgoland könnte eine solche Rutschbahn die Lange Anna hinunter bauen.

Österreich ist in diesem Fall Vorbild. Allen voran der Sommerfunpark in Fiss, der nicht nur diese Seilbahnrutsche hat, sondern auch einen Freifallturm und diverse andere Jahrmarktattraktionen. Aber auch der Achensee und Pinzgau sind bereits entsprechend gerüstet die Sommertouristen zu locken.

Und jetzt will man es denen in Österreich in Deutschland endlich richtig nachmachen: Garmisch und Bayrischzell rüsten sich … und wer weiß wer noch alles. Und vielleicht ist es ja auch schlau das zu tun. Vielleicht aber auch nicht.

Als Nachhaltige setzen wir in Sachen Tourismus die Schwerpunkte auf

DIALOG & IDENTITÄT.

Und eines ist sicher: Keine dieser beschriebenen Jahrmarktsattraktionen zahlt auf diese Punkte ein. Im Gegenteil – mit jedem neuen Ort, der eine solche Rutsche oder einen solchen Klettergarten hat, versinken auch alle anderen Stück für Stück wieder in der Beliebigkeit. So geht die Authentizität der Destination und damit auch Ihre (Rest-)Identität immer weiter verloren. Kribbelte es in Garmisch, Fiss, im Heide-Park oder auf Helgoland im Bauch?

Me too – ist aus unserer Sicht keine Perspektive. Vielmehr brauchen Destinationen die zukunftfähig sind eine Geschichte, orginäre Angebote und Alleinstellungsmerkmale, die eben nicht einfach von anderen kopiert werden können. Und es ist überhaupt nicht schwer, diese Alleinstellungsmerkmale zu finden und umzusetzen – ein Blick in Richtung der eigenen Wurzeln würde schon viel in diese Richtung bringen. Suchen Sie sich als touristische Destination Ihren eigenen Weg … bitte!

Neue Leitbilder … Gedankenansätze.

Von o.selaff, 18. Juli 2009 12:17

Wir haben gerade letzte Woche einen Artikel für das im September erscheinende Lifefair-Magazin (pünktlich zur Messe Lifefair in Zürich) fertig gestellt:

“Eine Portion Leitbilder bitte! – Über die Bedeutung von Identität, Dialog und Nachhaltigkeit für kommende Generation”

Wir gehen darin u. a. der Frage nach, ob es für die Digital Natives (geboren zwischen 1972 und 1997) als junge Generation überhaupt noch Leitbilder oder Protagonisten gibt, an denen sie sich orientieren können, die für ihre Wünsche, Bedürfnisse und Gedanken einstehen. Heute habe ich dazu einen Artikel in der aktuellen ZEIT Nr. 30 gefunden.

Kassaei Eigentlich ist es eher ein Portrait als ein Artikel – aus der Rubrik “Was bewegt … Amir Kassaei?” von Christine Weissenborn. Wer Amir Kassaei nicht kennt: Er ist der Vorstandsprecher des ADC (Art Directors Club), Kreativchef der Agentur DDB Deutschland und nebenbei in der Rangliste “The Big Won” einer der drei kreativsten Menschen der Welt. Er ersahn Horst Schlämmer und zahlreiche andere dekorierte Kampagnen u. a. für Nike, Henkel und die deutsche Bahn. Und Amir Kassaei ist ein Springer & Jacobi Zögling, aus der Zeit, als die noch Spitze waren. So bezeichnet er sich selbst auch als “Ziehsohn” von André Kemper.

Nun, taugt so jemand als Leitbild, habe ich mich gefragt? Weiter lesen 'Neue Leitbilder … Gedankenansätze.'»

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