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Wer definiert eigentlich Nachhaltigkeit?

Von k.kofler, 28. September 2009 11:29
(c) J. Rokitta www.pixelio.de

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Sind Sie Kaiser? Oder sind Sie Bettelmann? Was wären Sie gerne und wie hängt das damit zusammen, was Sie sein wollen? Seinwollen oder haben wollen?

Ich beobachte seit langem intensive Bemühungen des Habenwollens: Große Mengen selbsternannter Spezialisten oder gar Protagonisten proklamieren das Thema Nachhaltigkeit für sich. Nur … wer macht sie dazu? Welche Maßstäbe gelten, wer ein Nachhaltigkeitsspezialist werden will? Dieser Frage möchte ich im Folgenden ein wenig nachgehen.

Welche Veranstaltung hätten Sie gerne?

Mir fällt unsere momentane Dichte an nachhaltigen Veranstaltungen auf. Die gibt es buchstäblich wie Sand am Meer. Alles dreht sich um das Thema Nachhaltigkeit, jeder bietet das Thema feil und viele kennen sich scheinbar aus. Ich erlebe diese Entwicklung als eine Art déjà-vu mit starken Parallelen zu den Entwicklungen rund um den Begriff „Innovation“. Das liegt zwar schon gut 10 bis 15 Jahre zurück, aber man weiß ja, dass sich Dinge von Zeit zu Zeit wiederholen.

Solchen Parallelen gibt es beispielsweise in punkto Inhalte und anfassbaren Ergebnissen: Es wird heute und wurde damals zwar viel gesprochen und diskutiert, letztlich aber wenig Handfestes und wirklich Revolutionäres vorgestellt. So wurden und werden heute wie damals viele Veranstaltungen eigenartiger Weise von (selbsternannten) Experten angeboten, die scheinbar die Themen besetzen, ohne dass sie auch wirklich etwas Neues und Gewinnbringendes in der Sache von sich geben konnten und können. Von dem dringend erforderlichen neuen Denken … keine Spur! Und das war damals in Sachen Innovation genauso wie heute im Bereich Nachhaltigkeit.

Eine Stufe über den Experten stehen die Protagonisten – und auch davon gibt es reichlich. Solche, die meist sehr subjektiv ohne nachhaltiges Verständnis und Weitblick jeden, der sie und ihre Thesen sachdienlich hinterfragt, ja teils nur versucht zu verstehen, fast schon bekämpfen. Nur, gerade neue und wichtige Entwicklungen dürfen nichts mit persönlichem Egoismus zu tun haben. Hier sind Offenheit und Verständnis gefragt, wenn es denn mit der Nachhaltigkeit gelingen soll. Und vielen ist auch nicht aufgefallen, dass das das Thema und das Wort an sich verpflichtet: Verpflichtet zu einem nachhaltigen und fairen Miteinander, das von Respekt und Interesse geprägt sein sollte. So frage ich persönlich – wenn auch kritisch – nach, suche den Dialog und versuche zu verstehen. Wandel und Veränderung kann man eben nicht mit dem erhobenen Zeigefinger verordnen. Das Zauberwort lautet hier wohl eher Bewusstseinsveränderung! Warum das so ist, möchte ich ganz kurz darstellen:

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Hat leider nicht geklappt …!

Von o.selaff, 14. Juli 2009 14:48

Egal, Hauptsache Du hast es probiert. Danke dafür! Und die Erfahrungen aus diesem Projekt kann Dir keiner nehmen. Sieh das Scheitern doch einfach einmal als Lernprozess …

(c) karin02689 www.pixelio.de

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Arbeitslos, ehelos, insolvent, bankrott, … es gibt sehr viele Arten zu scheitern, allerdings nur wenige Formen das zu thematisieren. Rot und schwarz, gerade und ungerade – wie beim Roulette so ist auch im Leben Gewinnen und Verlieren ausgeglichen – auch wenn es nicht so scheinen mag. Und obwohl es sich um intensive Erlebnisse handelt, sprich keiner darüber, wird das Scheitern in der Gesellschaft als Tabu behandelt.

Wenn wir uns diese Verdrängung von einer anderen Seite anschauen, verwundert es denn auch nicht, dass es uns an Leitfiguren und Protagonisten fehlt. Denn wer nicht scheitern darf, der riskiert auch nichts. Obwohl Scheitern Teil des Lernens ist, bekommen die, die gescheitert sind, keine Kredite mehr (mittlerweile bekommt keiner mehr einen Bankkredit!), werden gemieden, empfehlen sich damit kaum für eine Anstellung. Weiter lesen 'Hat leider nicht geklappt …!'»

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