
Dr. Claus Riehle
Angenommen ich wäre Leiter einer Organisationseinheit und stünde nicht zum ersten Mal vor der Frage, wie können wir – also konkret ich als Vertreter des Unternehmens – Kosten einsparen? Dann würde ich erst mal nachschauen, was haben wir bisher gemacht. Und ich könnte vielleicht wieder einen Prozess analysieren (lassen), und vielleicht könnten wir wieder, wie bei den letzten Malen, Prozessschritte und Schnittstellen verbessern, weiter automatisieren und Unternehmensabläufe „verflüssigen“. Dadurch könnte ich wieder „Manpower“ einsparen und meine Zielerreichung erfüllen. Was genau war eigentlich die Vorgabe: „Cost-Saving“? „Down-Sizing“? Da die letzten „Low-Performer“ bei der vorletzten Optimierungs- und Effizienzsteigerungswelle aus dem System gespült wurden, steigt jetzt meine Schmerzgrenze. Zu allem Überfluss gehen auch noch die Falschen freiwillig. Das heißt, es tut mir zunehmend weh zu schrumpfen, und zwar fachlich wie menschlich.
Ich würde jetzt also nicht nur „Man“ sondern auch „Power“ verlieren, weil es an die Substanz geht. Das würde dann zwar einem „CostCutting“ entsprechen, allerdings keinem „Cost-Saving“, da es für das System Unternehmen zu kurz gedacht ist. Denn jenseits einer bestimmten Schwelle ist „die energetische Quantisierung des Systems“ durch seine
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Welch ein turbulentes Jahr haben wir mit dem Jahr 2009 hinter uns gebracht und die Frage, ob das nun schon alles war, gilt es zunächst abzuwarten. Wurde es doch von vielen als das Krisenjahr der letzten Jahrzehnte bezeichnet.
Dennoch spreche ich persönlich nicht wirklich von einer Krise. Ich denke, dass wir uns vielmehr auf einen großen Paradigmenwechsel in den kommenden Jahren einstellen sollten. Zu komplex und undurchschaubar hat sich unsere Weltwirtschaft in den letzten Jahren entwickelt. Und zu viele haben wohl zu lange daran festgehalten, dass sich einfach alles so wie in den letzten „fetten“ Jahren weiterentwickeln wird, dann aber auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wurden, als unsere Fundamente ins Wanken geraten sind. Nein, nicht nur alleine deshalb, weil unsere Bankenwelt in eine sagen wir mal etwas missliche Lage geraten sind. Wohl vielmehr darum, weil etwas in den „Himmel gehoben“ wurde, das langfristig so gar nicht funktionieren konnte. Mögliche Gefahren hat man zwar immer wieder erkannt und umschrieben aber etwas zu verändern war scheinbar den meisten dann doch nicht so wichtig.
Spätestens jetzt erkennen einige, dass wir unsere Sichtweisen dringend ändern müssen. Es geht nicht mehr nur darum, zwanghaft Bestehendes zu erhalten. Wir müssen vielmehr lernen, wieder Neues zu gestalten und Bestehendes grundsätzlich in Frage zu stellen. Wie etwa auch beim Thema Nachhaltigkeit. Lange habe ich mich mit der Frage beschäftigt, ob Nachhaltigkeit, so wie wir es Weiter lesen 'Zukunft 2020'»
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