Nachrichten getagged: Österreich

Me too im Tourismus schafft keine Perspektiven

Von o.selaff, 28. August 2009 07:16

Wir beschäftigen uns schon länger mit Perspektiven für den Tourismus. Besser vielleicht mit nachhaltigem Tourismus. So verfolgen wir Projekte wie Garmisch-Patenkirchen, die Entwicklung in Östereich und die in Bayern. Auch auf die Ost- und Nordseeküste haben wir ein waches Auge. Dabei zeigen sich uns, insbesondere in der derzeitigen Situation von teils stark rückläufigen Buchungen, spannende Momente.

(c) promifotos.de www.pixelio.de

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Diese spannenden Momente sind deshalb spannend, weil wir kaum glauben können, was wir sehen: Im Bereich der Berg- bzw. Alpin-Destinationen wird kopiert, kopiert, kopiert. Nebenbei auch ein wenig gejammert und einige verstehen die Welt (oder ihre Ex-Kunden) nicht mehr. Ganz groß im (Kopier-)Trend sind zur Zeit Klettergärten, Rutschseilbahnen und andere Action-Spaß-Attraktionen, die alle eines gemeinsam haben: Sie haben keine Verbindung zur Destination und deren Standort - und sind total austauschbar und beliebig, nicht Identitäts-stiftend. Auch Helgoland könnte eine solche Rutschbahn die Lange Anna hinunter bauen.

Österreich ist in diesem Fall Vorbild. Allen voran der Sommerfunpark in Fiss, der nicht nur diese Seilbahnrutsche hat, sondern auch einen Freifallturm und diverse andere Jahrmarktattraktionen. Aber auch der Achensee und Pinzgau sind bereits entsprechend gerüstet die Sommertouristen zu locken.

Und jetzt will man es denen in Österreich in Deutschland endlich richtig nachmachen: Garmisch und Bayrischzell rüsten sich … und wer weiß wer noch alles. Und vielleicht ist es ja auch schlau das zu tun. Vielleicht aber auch nicht.

Als Nachhaltige setzen wir in Sachen Tourismus die Schwerpunkte auf

DIALOG & IDENTITÄT.

Und eines ist sicher: Keine dieser beschriebenen Jahrmarktsattraktionen zahlt auf diese Punkte ein. Im Gegenteil – mit jedem neuen Ort, der eine solche Rutsche oder einen solchen Klettergarten hat, versinken auch alle anderen Stück für Stück wieder in der Beliebigkeit. So geht die Authentizität der Destination und damit auch Ihre (Rest-)Identität immer weiter verloren. Kribbelte es in Garmisch, Fiss, im Heide-Park oder auf Helgoland im Bauch?

Me too – ist aus unserer Sicht keine Perspektive. Vielmehr brauchen Destinationen die zukunftfähig sind eine Geschichte, orginäre Angebote und Alleinstellungsmerkmale, die eben nicht einfach von anderen kopiert werden können. Und es ist überhaupt nicht schwer, diese Alleinstellungsmerkmale zu finden und umzusetzen – ein Blick in Richtung der eigenen Wurzeln würde schon viel in diese Richtung bringen. Suchen Sie sich als touristische Destination Ihren eigenen Weg … bitte!

Die LOHAS zu Gast im Siechenhaus – was kann das geben?

Von o.selaff, 3. Juli 2009 14:07
mcc

Gute Stimmung in Bregenz: Oliver Selaff, Dr. Jutta Zorn-Schnötzinger (Brainpool), Klaus Kofler, Silvia Nussbaumer (Wirtschaftszeit.at)

Nach unserem Gastspiel im hohen Norden bei Kiel ging es anschließend knapp 900 Kilometer gen Österreich – genauer gesagt zu einer Veranstaltung des Marketingclubs Vorarlberg nach Bregenz. Dort waren wir eingeladen um über das Thema LOHAS zu referieren. Im Gegensatz zu dem BNE-Workshop waren dort ausschließlich Unternehmensvertreter aus unterschiedlichen Branchen der Vorarlberger Wirtschaft und Industrie vertreten.

Nun sind Vorträge über LOHAS nicht wirklich einfach: Man kann so viel über diese vermeintliche Zielgruppe lesen, die Meinungen und Wahrnehmungen gehen weit auseinander und überhaupt können die wenigsten diesen Begriff fassen, sich konkret etwas dazu vorstellen. Beste Voraussetzungen für einen spannenden Abend mit spannenden Diskussionen. Weiter lesen 'Die LOHAS zu Gast im Siechenhaus – was kann das geben?'»

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