Chris Löwer berichtet im Handelsblatt darüber (Commerzbank bittet Kunden zum Zukunfts-Check), dass die Commerzbank ab sofort ihre Kunden nicht mehr ausschließlich durch harte Faktoren bewerten will, sondern zukünftig auch einen so genannten Zukunfts-Check bei der Vergabe für die Kredite durchführt.
“Wir klopfen ein Unternehmen daraufhin ab, ob sein Geschäftsmodell zukunftsfähig ist und sich auch in Krisenzeiten bewährt“, wird der Bereichsvorstand Mittelstandsbank Detlef Hermann zitiert.
Damit geschieht wohl endlich auf Bankenebene etwas, auf das wir schon lange hinweisen und mit vielen Menschen intensiv bewegt haben: Eben nicht nur alleine nackte Zahlen zu bewerten, sondern ebenso die Zukunftsfähigkeit einer Organisation bei einer Kreditvergabe stärker mit zu berücksichtigen. Die Zukunftsfähigkeit schließt nach unserer Definition die Bereiche Wissen, Nachhaltigkeit und die offene Innovation ein, die durch die Faktoren Vertrauen und Transparenz maßgeblich beeinflusst werden.
Ich denke gerade darüber nach, dass ich in den letzten Wochen ganz oft das Wort “Dialogfähigkeit” gebraucht habe. Dann darüber, dass ich dieses etwas sperrige Wort hier noch nicht aufgegriffen habe.
Dann lief mir ein Video über den Weg, das den Titel “Lost Generation” (Verlorene Generation) trägt:
Hat jetzt das eine etwas mit dem anderen zu tun? In beiden Fällen – Video und Wort – geht es um Sprache und deren Wahrnehmung. Der Titel kürt allerdings mehr den Inhalt als das er dieses Dialog- oder Sprachkonstrukt beschreibt. Allerdings kann ich mir auch vorstellen, dass die Digital Natives, die Generation Internet deutlich mehr Schwierigkeiten mit der fehlenden Dialogfähigkeit hat als die 40 bis 60 jährigen beispielsweise. Die sind es ja noch gewohnt, dass Unternehmen und Organisation mehr mit sich als mit Ihren Kunden beschäftigt sind und eben nicht oder nur selten auf Fragen und Anliegen antworten.
Soviel Sinn in einem Satz WOW! Ab und an gelingt es mir mal ein Buch zu lesen. Als Bestandteil einer fünfköpfigen Familie bin ich in diesem Moment selbst erstaunt, dass ich Edward de Bono’s “THINK! Denken bevor es zu spät ist!” gerade erst im Dezember zu Ende gebracht habe. Und heute schon wieder ein gelesenes Buch. Über Sinn. Mehr noch, über den “Erfolgsfaktor Sinn”. Diesmal habe ich sogar einen direkten Bezug … einer der Autoren, Bernd Vonhoff, ist ein Freund von mir. Ich frage mich schon die ganze Zeit, ob mir das eher einen weicheren oder einen eher kritischeren Blick auf die Ausarbeitung bescherrt. Mah. Ich glaube eher kritischer!
Dieses Buch liegt eigentlich voll auf unserer Linie Zukunftsfähigkeit. Es beschäftigt sich mit der Kernfrage der sinnhaften und motivierten Arbeit aus zwei Blickrichtungen: Aus Sicht des Mitarbeiters und aus Sicht des Unternehmens – wobei die persönliche Sicht eindeutig die größere Rolle spielt. Ausgehend von der Tatsache, dass unglaublich viele Menschen auf ihrem Arbeitsplatz nicht glücklich sind und das Gehalt eben als Schmerzensgeld betrachten, wird die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen aus dieser Perspektive betrachtet. Wenn Mitarbeiter nicht das Gefühl haben gebraucht zu werden, wenn sie keine Verantwortung … Weiter lesen 'Von Sinn, den Sinnfaktoren und Sinnmärkten.'»
Open Innovation … gibt es da eigentlich eine Übersetzung des von Henry Chesbrough geprägten Begriffes? Offene Innovation, Offene Erneuerung?
“Innovation ist die Fähigkeit, dass was man gerade tut in Frage zu stellen und nach Wegen zu suchen es besser zu machen!”
(c) hmeberhardt www.pixelio.de
So habe ich das um 1989 herum mal gelernt (was für eine Erkenntnis am 20. Jahrestag des Mauerfalls). Schon damals befasste sich diese Schilderung nicht nur mit Produkten – sondern war gleichmassen dafür offen auch Prozesse mit in diese Definition und damit in die Innovation an sich mit einzubeziehen. Nur: Leider denken bisher so sehr wenige.
Offene Innovation ist demnach die Fähigkeit, dass was man gerade tut in Frage zu stellen und überall nach neuen Wegen zu suchen und zu dieser Suche alle Menschen einzuladen, um gemeinsam Ansätze zu finden es besser zu machen.
Oder?
Diese Menschen, die wir da suchen, sind dann die sog. Prosumenten: eine hybride Form zwischen Produzent und Konsument, der in die Wertschöpfungketten und damit auch in die Innovationsprozesse von Unternehmen und Organisationen hinein greift. Wahrscheinlich tragen diese Prosumenten dann auch sehr ausgeprägte LOHAS-Motive in sich. Wenn wir es also richtig anstellen, gibt es so in 10 Jahren nur noch Prosumenten und damit dann auch nur noch innovationsdurchdrungende Organisationen.
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Klaus Kofler im Interview mit dem Münchner Journalisten Simon Feldmer zum Thema Nachhaltigkeit – zum Interview
Aktuelle Termine
31. August 2010 - Heuer Dialog / Köln - Bonn - "Viel Bewegung am Markt" - Vortrag von Oliver Selaff zum Thema: Priorität POS oder Internet?
Wie wichtig ist die digitale Welt für den analogen Handel?
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3.-5. Oktober 2010 - “Mutige Expeditionen nach Übermorgen” - Tage der Utopie in Breklum mit Werner Boote, Filmemacher “Plastic Planet" - Prof. Gion Caminada, Architekt - Prof. Dr. Hans-Peter Dürr, Physiker & alternativer Nobelpreisträger - Dr. rer pol. Hans Christoph Kürn, Personalentwickler Siemens AG – Programm und Buchung